Jürgen Höllers Erfolgs-Blog

18
Mär

Die Macht des 1. Eindrucks Teil 3

Veröffentlicht von am in Verkauf
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Steigen wir also einmal in die Praxis ein:

Körperpflege:

Noch immer passiert es mir, dass wenn ich in meinen Seminaren durch die Reihen schlendere – meine empfindliche Nase Schweißgeruch wahrnimmt!

So etwas kann und darf einfach nicht passieren!

Ich transpiriere in meinen Seminaren teilweise gewaltig, wenn ich so richtig in Fahrt gekommen bin. Aber niemals, niemals rieche ich unangenehm. Wenn ich Seminare habe, dusche ich deshalb nicht nur einmal täglich, sondern sogar zweimal. Falls es im Raum 40 Grad hat, kann es schon einmal vorkommen, dass ich zusätzlich mittags dusche. Von meinen Mitarbeitern erwarte ich auf den Seminaren z. B. folgendes:

  • Frisch geduscht früh morgens zum Dienst erscheinen
  • Haare sind täglich frisch zu waschen und zu frisieren
  • Deo-Verwendung ist Pflicht
  • Frauen mittelstarkes Make-up - nicht zu schwach und nicht zu stark
  • Verwendung eines angenehmen, gut riechenden Parfüms
  • Tägliche komplette Wechslung der Kleidung (Duschen alleine reicht nicht, denn Kleidung, die zwei Tage angezogen wird, riecht immer unangenehm nach Schweiß!!!)

Kleidung:

Hier ein paar Merksätze vorab:

Sehe heute bereits so aus, wie der, der Du morgen sein willst!

Wer ein Gewinner sein will, muss auch so aussehen wie ein Gewinner!

Wenn Du nicht so viel Geld hast, dann gib ab sofort doppelt so viel Geld für Kleidung aus, wie bisher – und kaufe nur die Hälfte!

Der letzte Punkt bedeutet: Wenn Du Kleider/Schuhe kaufst, dann achte auf Qualität und Hochwertigkeit. Lieber statt zwei Paar Schuhen nur ein Paar Schuhe kaufen – aber dafür hochwertig. Lieber statt zwei Anzügen nur einen Anzug kaufen – aber dieser ist sehr gut und hochwertig.

Zum einen trainierst Du Dein Unterbewusstsein auf Hochwertigkeit, auf Klasse, zum zweiten wirst Du mit hochwertigerer Kleidung, Schuhen und Accessoires einen guten bzw. einen bes­seren Eindruck bei Deinen Kunden machen.

Und jetzt, bezogen auf die Geschäftsbeziehungen, zwei weitere wichtige Merksätze:

Sehe immer ein kleines bisschen besser aus, als Dein Kunde!

Sehe immer besser aus, als Dein Mitarbeiter!

Kunden kaufen nur von Siegern! Also sollte man auch im Äußeren ein bisschen besser aussehen, als der Kunde! Bitte achte dabei auf die feine Unterscheidung „ein bisschen besser“. Wenn Du wesentlich besser aussiehst, dann wird der Kunde sich eingeschüchtert fühlen oder Dich nicht mehr ernst nehmen. Wenn Dein Kunde also in Handwerker-Arbeitsmontur vor Dir sitzt und Du hast einen dreiteiligen Anzug mit weißen Manschettenhemd, Krawatte und schwarzen, auf Hochglanz polierte Schuhe an, bist Du für diesen Handwerker ein „Lackaffe“ und kein Partner, von dem er gerne kauft.

Andererseits hast Du bereits verloren, wenn Du einen Kunden besuchst, der im An­zug, in Hemd und Krawatte vor Dir sitzt – während Du in Jeans und Polo-Hemd auf­tauchst.

Jeder Mensch taxiert Dich ganz unterbewusst in den ersten paar Sekunden – und Kunden lassen sich leichter führen (auch eben zum Abschluss!), wenn sie das Gefühl haben, dass Du ein ganz kleines bisschen über Ihnen stehst. Wenn Du hochwertig ausschaust, wirst Du automatisch vom Kunden als hochwertiger Experte einge­schätzt – und sie werden sich leichter von Dir führen lassen.

Kleidungs-Praxis:

a)     Männer: Im Businessbereich

  1. (Unterste) Stufe: Stoffhose, dazu Polohemd oder normales Hemd und Sakko! Dies ist Business-Look, auf der untersten Stufe.
  1. Stufe: Gleicher Anzug, das heißt: Hose und Anzug aus einem Stoff, dazu Polo­hemd/T-Shirt.
  1. Stufe: Gleicher Anzug, aber mit einem langärmeligen Hemd (Achtung: kurzärme­lige Hemden sind im Business verboten!)
  1. Stufe: Gleicher Anzug, dazu Hemd und Krawatte
  1. Stufe: Gleicher Anzug, Manschettenhemd und Krawatte
  1. Stufe: Anzug dreiteilig (mit Weste), plus Manschettenhemd und Krawatte

Anzugfarben: Immer dunkel, also dunkelgrau, dunkelblau, schwarz, usw.

Hemdenfarben: Klassische Businesshemdfarbe: weiß. Erlaubt: helles, ganz helles blau. Noch geduldet: ganz helles rosa oder ein ganz helles lila.

Schuhfarbe: Immer schwarz! Keine Gesundheitstreter, keine Sneakers, klassi­sche schwarze Schnürschuhe, nicht zu ausgefallen, nicht zu spitz, nicht zu de­signermäßig.

Sockenfarbe: Tipp von mir: Immer schwarz, da kannst Du nie etwas falsch ma­chen! Socken sind verboten – lange Kniestrümpfe die bis zum Knie reichen sind Pflicht (bei übereinander geschlagenen Beinen darf niemals die behaarte, weiße Wade zu sehen sein).

Gürtelfarbe: Immer schwarz!

Krawatte: Darf auch einen farblichen Akzent setzen, muss aber an die entspre­chende Branche angepasst werden. Je konservativer die Kunden sind, desto konservativer (aber auch edler!!!) muss die Krawatte sein.

Schmuck: Beim Mann ist nur erlaubt: Ehering, Manschettenknöpfe und eine gute Armbanduhr (an der Armbanduhr erkennt dann auch Dein Gegenüber, wenn er entsprechend höher gestellt ist, ob Du in seiner Liga spielst, oder nicht).

Haare: Kurzhaarschnitt. Zu viel Schnickschnack, zu viel Gel, zu viel Mode, sig­nalisieren  – Du wirst nicht so ernst genommen!

Bart: Im Businessbereich absolut verboten, ein No-Go! Ausländische Konzerne, vor allem amerikanische, haben oft in den Arbeitsverträgen für Verkäufer sogar ein Verbot von jeglichem Bart. Auf 80 % aller Fahndungsfotos weltweit, sieht man Bartträger…

Bartträger verdecken ihre Gesichtsmimik – dadurch kann sich Dein Gesprächs­partner schlecht einen Eindruck machen. Das Lächeln ist nicht zu sehen, es ist letztendlich ein Verstecken oder der Versuch, stärker und männlicher zu sein. Egal, was dahinter steckt – es wirkt in jedem Fall sehr, sehr kontraproduktiv für die Erfolge in der Kommunikation.

b)     Frauen: Im Businessbereich

Zwei Auswahlmöglichkeiten: Hosenanzug oder Kostüm

Farben: Im Businessbereich ebenfalls ganz klassisch dunkle Farben, je nach Branche, je nach Kunden, können Frauen aber auch etwas hellere, freundlichere Farben wählen.

Bei Kostümen ist im Businessbereich eine Strumpfhose immer Pflicht!

Schuhe: Die Schuhe dürfen einen Absatz haben, aber nicht zu hoch.

Schmuck: Schmuck ist erlaubt, aber nur reduziert.

Make-up: Pflicht, weder zu wenig (graue Maus), noch zu viel (die Frau wirkt nicht mehr als Geschäftspartner, sondern wird als interessante „Beute“ angesehen…)

Fingernägel: Tiptop gepflegt. Am besten man geht regelmäßig in ein Nagelstu­dio, dann sind die Fingernägel immer perfekt und runden das Bild ab.

Bleibt die Frage offen: Was tue ich, wenn ich unterschiedliche Kunden aus unter­schiedlichen sozialen Gruppen habe? Dann bleibt nichts anderes übrig, als sich von Kunde zu Kunde anzupassen. Bei dem einen Kunden Anzug mit Hemd und Krawatte – beim nächsten Kunden Jeanshose, Sakko und dazu ein Polohemd. Aber Sakko, bzw. Blazer bei Frauen, ist immer im Businessbereich Pflicht.

Erfahre mehr über den 1. Eindruck, über Körpersprache, Kommunikation und vieles mehr in meinem 2-Tages-Intensiv-Seminar “Power-Days“ mit Mike Dierssen, Alexander S. Kaufmann und mir. Informationen findest Du unter:

www.power-days.info

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Gast Donnerstag, 19. Oktober 2017