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Selbstgespräche

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Begriff Definition
Selbstgespräche

Wer kennt sie nicht, diese innere Stimme, die dauernd zu einem spricht. Sie kann uns helfen, unseren Tagesablauf zu meistern, uns bei Entscheidungen unterstützen oder uns zu mehr Motivation antreiben. Schon Kinder leben oft in einer Welt aus lauten Selbstgesprächen, sie reden mit ihren Puppen oder Stofftieren. Später werden diese Gespräche leiser. Erwachsene befinden sich häufig im Dialog mit sich selbst, wenn es um normale, täglich vorkommende Dinge geht: „Habe ich alles eingepackt?“ „Soll ich dieses Kleid wirklich kaufen?“ „Nee, heute habe ich keinen Bock auf Pizza…“ „Mist, ausgerechnet heute muss es regnen, ich habe mir doch vorgenommen, joggen zu gehen…“ Aus psychologischer Sicht ist es völlig normal und unbedenklich, dass wir uns mit uns selbst unterhalten.

Gespräche mit uns selbst können uns auch motivieren. Die Bilder, die vor unserem inneren Auge erscheinen, unsere Ziele, Wünsche und Träume, werden von unserem Unterbewusstsein ständig kommentiert. Es ist eine Tatsache, dass das, was wir denken, zu unserer eigenen Realität (Weltanschauung) wird. Warum also nicht diese Selbstgespräche bewusst einsetzen, Gedanken bewusst lenken, um einen Dialog mit sich selbst aufzubauen?

Eine solche Methode, um mit sich selbst zu kommunizieren, ist die Autosuggestion, die Selbstbeeinflussung. Durch gezielte Sätze, welche wiederholt und über eine längere Dauer laut gesprochen werden, wird das Unterbewusstsein trainiert, gewisse Denkweisen zu übernehmen. Diese Programmierung lässt in unserem Unterbewusstsein positive Bilder entstehen: So absolvieren zum Beispiel Sportler ihr mentales Training, indem sie sich in Gedanken selbst anfeuern, ihre Laufstrecke in einer Bestzeit zu bestreiten, oder ihren Wettkampf zu gewinnen. Musiker spielen innerlich ihr Konzert durch, um die Begeisterung des Publikums zu spüren. Menschen mit Flugangst erleben einen ruhigen Flug mit problemloser Landung.

Der französische Apotheker Émile Coué begründete im 19. Jahrhundert die Autosuggestionslehre. Er stellte fest, dass die Wirkung der Medikamente die Patienten beeinflusste, je nachdem mit welchen Worten er sie überreichte und entwickelte so den Gedanken, dass jeder Mensch sein Wohlbefinden durch das Vorsagen von Suggestionsformeln steigern könne.

Heute setzen Motivationstrainer, zum Beispiel Jürgen Höller, diese Methode der Autosuggestion oft ein. In vielen Seminaren, Büchern, CDs und anderen Medien findet man entsprechende Anleitungen oder Programme, mit denen diese Technik erlernt werden kann.