Jürgen Höllers Erfolgs-Blog

18
Jul

Das 5-Konten-Modell! (Teil 1)

Veröffentlicht von am in Finanzen
  • Schriftgröße: Größer Kleiner
  • Aufrufe: 8442
  • 0 Kommentare

Heute starte ich den Blog mit einem Witz:

Erwin freut sich: „Super, meiner Frau wurde vor zwei Wochen die Kreditkarte geklaut.“ Sein Freund ist verblüfft: „Und darüber freust Du Dich auch noch?“ „Na klar“, antwortet Erwin. „Der Dieb gibt ja schließlich viel weniger Geld aus als meine Frau…“

Das nun folgende Modell der fünf Konten habe ich in ähnlicher Art und Weise, bei unterschiedlichen Autoren/Referenten gefunden – ob nun bei Bodo Schäfer, T. Harv Eker, Wealth Mastery/Anthony Robbins und anderen – deshalb leuchtete mir ein, dass es ein richtiges und gutes System sein muss. Und so habe ich es vor einigen Jahren  erfolgreich umgesetzt – und empfehle es seither auch immer wieder in meinen Seminaren.

 

Viele meiner Erfolgsfreunde sind selbstständig. Oft besteht bei Selbstständigen die Gefahr, dass das Firmenkonto mehr oder weniger auch als Privatkonto genutzt wird. Oder anders ausgedrückt: Firmeninhaber vermischen Geschäftliches oft mit Privatem! Hier zwei Beispiele:

  • Ein Gastwirt hat jeden Abend 500 € in seiner Kasse. Diese entnimmt er und gibt sie regelmäßig aus. Zwar gelingt es ihm noch, seine geschäftlichen Ausgaben zu tilgen – doch ein Jahr später ist dann das Dilemma da: Das Finanzamt verlangt plötzlich, unverschämterweise, auch noch Steuern auf die erzielten Gewinne und jetzt hat der Gastwirt ein Problem!
  • Ein Fitnessclub-Besitzer zahlt sich nur eine spärliche Summe seiner Einnahmen als Privatentnahme aus. Er investiert einfach immer wieder seinen Gewinn zurück in das Unternehmen. Er kauft beispielsweise immer wieder neueste Maschinen, vergrößert etc. Alles in der Hoffnung, wenn er sich eines Tages in den Ruhestand zurückziehen möchte, die große Belohnung zu erhalten, sprich: Dass er einen hohen Verkaufspreis für sein Unternehmen erzielt. Doch wie so oft ist es so: Entweder man findet dann keinen Käufer, der bereit ist, die angemessene Summe zu bezahlen oder genau zu dem Zeitpunkt, wenn man verkaufen will (oder auch muss!), ist das Unternehmen in eine Krise geraten und demzufolge wenig/nichts wert (obwohl vielleicht der innere Substanzwert, sprich die Betriebs- und Geschäftsausstattung durchaus einen höheren Wert besitzt). Und dann steht unser Fitnessclub-Besitzer im Alter plötzlich ohne ausreichende Mittel da – obwohl er immer fleißig war und immer reinvestierte.

Kommen wir also zur Umsetzung mit verschiedenen Praxistipps:

1. Zahle Dich wie einen Fremden

Überlege Dir gut, was Du für das Unternehmen leistest und welchen Wert Du hast. Was müsstest Du für einen betriebsfremden Mitarbeiter zahlen, der das gleiche Know-how besitzt und den gleichen Zeiteinsatz bringt? Und warum solltest Du Dich schlechter bezahlen als jeden Mitarbeiter? Zahle Dir also zunächst einmal ein angemessenes Gehalt und erhöhe es regelmäßig so, wie es bei einem Betriebsfremden üblich wäre.

Und noch ein Tipp: In der Regel entnimmt ein Selbstständiger sein „Gehalt“ immer dann, wenn es die entsprechenden Mittel des Unternehmens zulassen. Weil aber der Erfolg eines Unternehmens schwankt, sind die Entnahmen mal höher, mal geringer – und dementsprechend fällt dann auch die private Sparquote aus.

Mein Tipp: Lege eine durchschnittliche Entnahme für Dein „Gehalt“ fest und überweise diesen Betrag per Dauerauftrag von Deinem Firmenkonto auf Dein Privatkonto. Passe dieses Gehalt jährlich den Gegebenheiten an, sprich: Passe Dein Gehalt dem Betriebserfolg so an, dass es das Unternehmen einerseits nicht belastet und Du andererseits eben den angemessenen Lohn für Deine Arbeit erhältst.

2. Betriebsgewinn

Natürlich solltest Du bestrebt sein, als Unternehmer nicht nur Dein Gehalt zu verdienen (dann könntest Du ja mit Deinem Know-how auch ohne Risiko für ein anderes Unternehmen arbeiten), sondern einen angemessenen Betriebsgewinn zu erzielen. Durch den Gewinn verzinst sich das eingesetzte Kapital und das bedeutet einen angemessenen Ausgleich für das eingegangene Risiko. Du kannst also jährlich am Jahresende anhand des vorhandenen „Cashs“ ersehen, welche Erträge in etwa entstanden sind (Du kannst natürlich auch auf Deine BWA/Bilanz sehen, aber diese verfälscht oft das richtige Bild. Entscheidend ist, was an Mitteln tatsächlich vorhanden ist).

Nun mein Tipp: Maximal 35 bis 40 % des Betriebsgewinnes, der jährlich entsteht, als Gewinnentnahme aus dem Unternehmen ziehen. Den Rest lässt Du bitte im Unternehmen stehen, für Steuern, Neuinvestitionen und Rücklagen für schlechte Zeiten (genauso wie eine Privatperson, die 6 bis 12 Monate ohne Einnahmen weiterleben können sollte = finanzieller Schutz, so sollte dies auch für Dein Unternehmen gelten. Also: Welche Fixausgaben hat Dein Unternehmen pro Monat – und welche Summe wird Dein Unternehmen benötigen, um sechs Monate ohne Einkünfte durchhalten zu können?)

Noch ein Tipp: Warum sollst Du die anfallende Steuern nicht ebenfalls aus dem Unternehmen entnehmen, wenn sie dann erst später zu zahlen sind? Weil die Praxis einfach gezeigt hat, dass Entnahmen, die dann auf dem Privatkonto landen, für irgendwelche sonstigen Dinge ausgegeben werden – und später nicht mehr für die Steuer zur Verfügung stehen. Deshalb mein Tipp:

60 bis 65 % des Betriebsgewinnes im Unternehmen für Steuern, Investitionsrücklagen, etc. belassen.

Top-Tipp:

Noch viel mehr Know-how erfährst Du in meinem Intensiv-Motivations-Seminar „Power-Days“. Alle Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung erhältst Du unter:

Klicke hier für mehr Erfolg und Motivation.

0

Kommentare

  • Derzeit gibt es keine Kommentare. Schreibe den ersten Kommentar!

Kommentar hinterlassen

Gast Sonntag, 18. August 2019