Jürgen Höllers Erfolgs-Blog

04
Mär

Die Macht des 1. Eindrucks

Veröffentlicht von am in Verkauf
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In großen Hotelkonzernen gibt es folgende Faustregel:

Wenn es nicht gelingt, in den ersten 15 Minuten, in dem ein Hotelgast das Hotel zum ersten Mal betritt, ihn positiv zu beeindrucken, ist es höchstwahrscheinlich, dass man diesen Gast später nicht mehr wiedersehen wird.

Der Grund ist, dass durch diese ersten 15 Minuten, also der Empfang vor dem Hotel durch den Portier/den Gepäckträger, schließlich der Empfang an der Rezeption, je­der Hotelgast eine Art „Brille“ aufgesetzt bekommt.

Diese Brille ist ein Filter, der anschließend für den restlichen Tag/die restlichenTage nur noch die Informationen aus dem Hotel durchlässt, die kompatibel sind, also dem Eindruck der ersten 15 Minuten entspricht. Alle anderen Informationen werden durch diese un­sichtbare Brille gefiltert und ausgeblendet.

Im Klartext: Wenn wir in einem Hotel in den ersten 15 Minuten einen überaus positi­ven Eindruck haben – dann fallen uns für den restlichen Aufenthalt immer mehr gute und posi­tive Dinge in diesem Hotel auf!

Wenn wir aber in den ersten 15 Minuten eine negative Energie und somit einen schlechten Eindruck vom Hotel ge­winnen – dann kommen uns immer mehr Details und Gegebenheiten ins Bewusst­sein, die in diesem Hotel negativ sind.

Aus diesem Grund trainieren große gute Hotelkonzerne gerade die Personen, die den Kunden bereits vor dem Hotel in Empfang nehmen, z. B. den Gepäckträger, der das Gepäck aus dem Auto befördert und in die Hotel-Lobby schiebt. Die Rezeptionskräfte am Empfang werden geschult, um dem Gast einen  ersten ausgezeichneten Eindruck zu verschaffen.

Michael Damelincourt, der Generaldirektor des Trump International Hotel & Towers in Toronto, ein 261-Zimmer-Hotel, das im Januar 2012 eröffnet wurde, sagt hierzu:

„Wenn Du die Gäste am Anfang verlierst, ist es sehr, sehr schwer, sie wieder zu ge­winnen. Denn in ihrem Denken haben sie die Entscheidung getroffen: Dies ist ein schlechtes Hotel.“

Im Zeitalter des Internets, der sozialen Netzwerke, wird aber der erste Eindruck be­reits früher gewonnen – nämlich dann, wenn sich der Gast über das Hotel vorinfor­miert. In der Vergangenheit bemerkten die Hotelgäste erst nachdem sie eingecheckt hatten, in welchem Hotel sie gelandet waren.

Heute jedoch entscheiden sie bereits zuhause an ihrem Computer, wenn sie die Homepage des Hotels geöffnet haben, ob dies ein gutes oder ein schlechtes Hotel für sie ist!!!

In meinen Rhetorik-Seminaren gibt es ja einen Abschnitt, der sich genau um diese „Macht des ersten Eindrucks“ dreht. Die Seminarteilnehmer lernen dabei, wie wichtig dieser erste Eindruck ist, wenn man als Redner vor einer Gruppe von Zuhörern über­zeugen möchte, denn:

Es gibt keine 2. Chance für den 1. Eindruck!

Leider aber machen sich die meisten Menschen viel zu wenig Gedanken darüber, wie dieser erste Eindruck gestaltet wird und was für einen ersten Eindruck sie über­haupt hinterlassen

Doch warum ist der erste Eindruck so wichtig? Wenn wir einmal etliche tausend Jahre in die Urzeit zurückgehen und stellen uns vor, dass ein Jäger irgendwo aus einem Waldstück auf eine Lichtung tritt und dort in einiger Entfernung den Krieger eines anderen Stammes erblickt, dann stellt sich die Frage: Wie reagieren?

Zunächst einmal musste der Mensch in der Urzeit blitzschnell die Entscheidung tref­fen, wenn er auf etwas Neues, Unbekanntes traf (egal ob Mensch, Tier, Frucht oder was auch immer):

Nutzt mir dieser Mensch/diese Sache oder wird sie mir möglicherweise scha­den?

Sobald auch nur im Geringsten die Gefahr bestand, dass uns ein Mensch/eine Sa­che schaden könnte, war die Sache erledigt.

Wenn wir auf einen Menschen trafen, war die alles entscheidende Frage: Handelt es sich um einen Freund oder einen Feind?

Falls die Gefahr bestand, dass es ein Feind war, konnten wir entweder angreifen (aber nur, wenn wir stärker waren…) oder wir flüchteten so schnell wie wir nur konn­ten (wenn wir uns schwächer fühlten).

Für diese Entscheidung konnten wir uns nicht ewig Zeit lassen. Wenn ein Mensch oder ein fremdes Tier auf uns traf, konnten wir nicht stundenlang Überlegungen an­stellen, ob sich hinter dem negativen Aussehen vielleicht doch noch ein guter innerer Kern verbarg – wenn der erste Eindruck sehr negativ war, trafen wir unsere Ent­scheidung sofort.

Genauso ist es heute: Verhaltensforscher haben festgestellt, dass sich in den ersten drei bis zehn Sekunden der erste Eindruck bereits bildet, der in der Regel dann an­schließend in der weiteren Kommunikation nur noch gefestigt wird.

Verhaltensforscher gehen sogar so weit, dass eine Single-Frau in den ersten drei Sekunden des Kennenlernens eines neuen Mannes, die unterbewusste Entschei­dung schon getroffen hat, ob sie mit diesem Mann prinzipiell etwas anfangen würde oder eben nicht…

Stelle Dir einmal Deinen Alltag vor: Du triffst Kunden, Du willst ihnen etwas verkau­fen, Du triffst auf Kollegen, Geschäftspartner, Lieferanten, etc. – welchen 1. Eindruck hinterlässt Du beim ersten Kennenlernen?

Top-Tipp:

Profitiere von meinem Know-how, das ich in über 20 Jahren Praxiserfahrung gesammelt habe. Besuche mein 2-Tages-Intensiv-Seminar „Power-Days“ mit Mike Dierssen und mir. Alle Informationen dazu unter:

www.power-days.info

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Gast Sonntag, 18. August 2019