Jürgen Höllers Erfolgs-Blog

08
Mär

Experimentator-Effekt

Veröffentlicht von am in Persönlichkeit
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Stellt sich Motivation und Erfolg ein, weil wir so veranlagt sind?

Einer der berühmtesten wissenschaftlichen Versuche zum Thema Psychologie wurde gestartet von dem Harvard-Psychologen Robert Rosenthal und seinen Kollegen an einer Grundschule in San Francisco. Den Lehrern an dieser Schule, die von der wahren Motivation des Testes keine Ahnung hatten, teilte man Folgendes mit: Man wolle herausfinden, ob intelligente Schüler, die in einer Klasse zusammengefasst werden, größere Leistungsschübe hätten, als wenn sie in gemischten Klassen verteilt wären. Zu diesem Zweck unterzog man alle Schüler der Grundschule einem „Leistungsschwellentest“.

 

Dann fasste man die „intelligentesten“ Kinder in einer Motivations-Klasse zusammen und teilte dem Lehrer mit, diese Klasse sei eine Klasse hochbegabter Schüler. Allerdings sollte das niemand, auch nicht die Schüler, erfahren, da sich ansonsten vielleicht negative Stimmungen bei den anderen Schülern hätten ergeben können. Das wiederum bedeutete: Die Lehrer waren der Meinung, sie hätten eine Klasse mit besonders intelligenten, hochbegabten Kindern vor sich – während keiner der Schüler, weder innerhalb noch außerhalb dieser Klasse, davon wusste.

Nach einem Jahr wurde dann ein Resümee gezogen. Ergebnis: Die „Begabtenklasse“ hatte einen deutlich größeren Leistungsschub vollbracht als alle anderen Klassen, wobei die Ergebnisse geradezu verblüffend waren…

Rosenthal und seine Kollegen berichteten den Lehrern, dass die Schüler gar nicht besonders hochbegabt oder motiviert gewesen seien, sondern nach dem Zufallsprinzip ausgewählt worden seien, also nicht nach dem Ergebnis des „Leistungsschwellentests“. Die Lehrer waren darüber sehr erstaunt, meinten dann aber, es hätte vielleicht an ihnen als Lehrer gelegen. Nun musste man ihnen jedoch mitteilen, dass auch sie selbst nach dem Zufallsprinzip ausgelost worden seien. Dafür hatte dann niemand mehr eine Erklärung…

Dieses Experiment ging in die wissenschaftliche Geschichte ein als „Pygmalion in the classroom“.

Fazit:
Wie sagte schon Goethe:

„Wer die Menschen so behandelt, wie sie sind, macht sie schlechter.
Wer sie so behandelt wie sie sein könnten, macht sie besser!“

Ein guter Coach, Chef, Lehrer, Vater/Mutter, Trainer sieht in den Geführten das Positive, die Möglichkeit, die Chancen, das Potential. Und dadurch können sich diese besser entwickeln.

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