Jürgen Höllers Erfolgs-Blog

31
Aug

Paradigmen

Veröffentlicht von am in Persönlichkeit
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Anfang des 17. Jahrhunderts entwickelte Galileo Galilei ein einfaches Fernrohr so weiter, dass er sich dadurch in die Lage versetzte, Mond, Sonne und Sterne wesentlich besser beobachten zu können, als jemals zuvor. Bei diesen Forschungen stieß er schließlich darauf, dass nicht nur die Erde Mittelpunkt des Universums sein könne, so dass sich eben nicht Sonne, Mond und Sterne um die Erde drehen, sondern umgekehrt, die Erde sich um die Sonne dreht.

 

Diese Theorie bewies er den Mächtigen seiner Zeit auf dem Turm des St. Markos, die durch sein neugebautes Teleskop sehen konnten, dass sich die Erde tatsächlich um die Sonne dreht und nicht umgekehrt. Das Ergebnis seiner Demonstration: Die Obrigkeit war empört…

Die These Galileos widersprach so vehement gegen die bestehende Ansicht (= Paradigma), ja, sie war so revolutionär, dass sich die Mächtigen auch durch seine Beweise nicht überzeugen ließen. Es entbrannte eine jahrelange Diskussion, an deren Ende Galileo der Inquisition der katholischen und römischen Kirche unterstellt wurde, es schließlich zu einem Großverfahren kam und Galileo gezwungen war, seiner Erfindung abzuschwören, sie zu verfluchen, sie zu verabscheuen. Nur dadurch entging er der Folter und der Hinrichtung auf dem Scheiterhaufen. Er wurde lediglich „zu lebenslanger Kerkerhaft“ verurteilt, die später in Hausarrest bis an sein Lebensende umgewandelt wurde.

Wenn ich diese Geschichte in meinen Seminaren erzähle, um den Teilnehmern aufzuzeigen, dass wir Menschen oft an alten Paradigmen, alten Glaubenssätzen hängen, selbst dann noch, wenn es neue Beweise gibt, argumentieren manche, dass dies „schon lange her sei“.

Lange her? Es sind gerade einmal 400 Jahre… Erst 1970 beauftragte der damalige Papst Johannes Paul II. die päpstliche Akademie der Wissenschaften, den Fall Galileo aufzuarbeiten. Am 31. Oktober 1992 wurde der Kommissionsbericht übergeben und Galileo aus kirchlicher Sicht rehabilitiert.

Nun ein paar Fragen, was Du mit dieser Geschichte für Dich anfangen kannst:

Gibt es festsitzende Glaubenssätze in Deinem persönlichen Leben und auch in Deinem Beruf? Dinge, die einfach so sind, wie sie sind?

Du kannst diese Dinge beispielsweise erkennen an:

  • „So ist es und nicht anders!“
  • „Das haben wir schon immer so gemacht!“
  • „Ich weiß nicht warum, aber es war schon vor meiner Zeit so.“
  • „Ich kann nicht anders.“
  • „Ich kann nicht aus meiner Haut.“
  • „Das ist unmöglich.“
  • „Es geht nicht anders.“

„Der Reichtum liegt im Glauben!“

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Gast Dienstag, 26. Mai 2020