Jürgen Höllers Erfolgs-Blog

05
Nov

Senke Deine Kosten (Teil 1)

Veröffentlicht von am in Finanzen
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Oskar Wilde, einer meiner Lieblingsschriftsteller, schrieb einmal:

„Ich kann auf alles verzichten –
nur nicht auf Luxus!“

Ja, genau so denken und handeln die meisten (armen) Menschen. Sie wollen Luxus, sie wollen jetzt, sie wollen sofort mehr Erfolg, sie wollen alles! Arme Menschen arbeiten oft hart. Manchmal härter als reiche, erfolgreiche Menschen. Und weil sie so hart arbeiten, gönnen tun sie sich was gutens. Hier eine Zeitung, da ein zusätzliches Bier, hier das neue Handy, dort der neue Flachbildschirm.

Wenn man schon so hart arbeitet und arm ist, dann möchte man zumindest ein kleines bisschen Glück (kaufen). So arbeiten arme Menschen lange und hart, geben ihr ganzes Geld in der Regel (oft für unnütze Dinge) aus – und auf diese Weise, müssen sie ihr ganzes Leben lang hart und demotiviert weiterarbeiten. Reiche Menschen arbeiten ebenfalls hart, halten ihr Geld beisammen, geben ihr Geld eben nicht für unnütze, überflüssige Dinge aus, sondern investieren in wirklich Wichtiges – und sind dann später finanziell unabhängig, frei, und haben Erfolg!

Als meine Familie und ich, von einem einwöchigen Dubai-Urlaub zurück kamen, sprach mich beim Abendessen gerade mein großer Sohn Alexander (zu diesem Zeitpunkt 15 Jahre alt) darauf an, dass ihm aufgefallen ist, dass viele Klassenkameraden und andere Kinder, die er in seinem Alter kennt, ihr Taschengeld für alles Mögliche ausgeben: für Süßigkeiten, Kinobesuche usw. Er da­gegen will Ziele erreichen, ist motiviert, hält sein Geld zusammen, spart – und kauft sich dann immer wieder einmal etwas Größeres, das ihm wirklich etwas bedeutet und für ihn wichtig ist. Ich erklärte ihm, als Motivationstrainer und Vater, dass dies ein gutes Beispiel dafür ist, wie sich die meisten Menschen verhalten: Sie schleudern ihr Geld und Energie ständig für Kleinigkeiten heraus – und können auf diese Weise die wirklich schönen, wichtigen Dinge niemals erwerben. Und dann kommt im Lauf der Zeit der Glaubenssatz: „Das kann ich mir einfach nicht leisten!“ Reiche Menschen mit Motivation, denken dagegen: „Wie kann ich mir das leisten?“

Wenn Du Wohlstand aufbauen, und Dein Ziele erreichen möchtest, ist die erste Strategie, die Erhöhung Deines Einkommens, das wir bereits behandelt haben. Die Strategie Nummer 2 lautet dann: „Senke Deine Kosten!“

Hier ein paar Beispiele:

1. Hypothek

1999 bauten wir unser Traumhaus. Wir investierten dafür eine siebenstellige Summe. Weil ich aber zum gleichen Zeitpunkt – aus Steuerspargründen - auch noch etli­che andere Immobilien erworben hatte, finanzierte ich unser Haupthaus zu 80 % durch eine Hypothek. 12 Jahre später hatten wir dann insgesamt über 600.000 € bezahlt – und zwar ausschließlich nur an Zinsen …

Was viele Menschen vergessen, die ein Haus durch Darlehen finanzieren, ist das Geheimnis des „Zins- und Zinseszinseffektes“. Wir werden darauf später beim Wohl­standsaufbau noch zurückkommen. Nur so viel vorweg: Wer ein Haus zu 80 oder mehr Prozent fremdfinanziert und es über einen Zeitraum von ca. 35 Jahren tilgt, zahlt schließlich am Ende das Dreifache des ursprünglichen Hauspreises. Für ein 500.000 € Haus werden in manchen Fällen 1,5 Mio. € aufgewendet. Kein schlechtes Geschäft für die finanzierende Bank.

Mein Tipp deshalb: Ein Haus erst dann bauen/kaufen, wenn man es am besten vollständig oder zu einem großen Teil zahlen kann. Ansonsten macht es Sinn, ein Haus/Wohnung zu mieten, ein paar Jahre abzuwarten, Kapital zu schaffen und es für sich arbeiten zu lassen – und dann eben das Haus/die Wohnung zu kau­fen und zu bezahlen.

Solltest Du derzeit ein Haus/Wohnung mit höherer Hypothekenbelastung besitzen, so setze alles daran, diese Schulden so schnell wie irgend möglich abzutragen. Die Höhe Deiner Hypothek/Miete für Dein Haus/Wohnung sollte höchstens 15 bis maxi­mal 25 % Deines Nettoeinkommens betragen.

2. Auto

Kennst Du auch die Typen, die den tollsten, schnellsten, schicksten Sportwagen be­sitzen – aber am 20. des Monats reicht es nicht mehr, um den Tank zu füllen?

Schreib doch jetzt einmal auf, welche Summe Du bisher in Deinem Leben für den Kauf/das Leasing von Autos investiert hast:


Und jetzt schreibe bitte einmal zum Vergleich dafür auf, wie viel Du bisher in Deine Ausbildung, Dein Wissen, Deine Weiterentwicklung investiert hast:


Bemerkst Du den Unterschied? Wir sind ohne mit der Wimper zu zucken bereit, Abertausende von Euro, bei einigen oft sechs- oder siebenstellige Beträge, in den Erwerb und Unterhalt unserer Autos zu investieren. Beim Kauf eines Neuwagens werden oft fünftausend, zehntausend, bei Oberklassefahrzeugen bis zu 30.000 € in Extras investiert. Doch die gleichen Menschen haben dann Skrupel auch nur 1.000 € für ein Seminar auszugeben.

Ein Auto ist ein reines Konsumgut. Während bei der Aufnahme einer Hypothek für ein Haus, zumindest ein entsprechender Gegenwert vorhanden ist, sinkt der Wert eines Autos jedes Jahr. Im Jahr der Neuanschaffung verliert ein Pkw durchschnittlich 25 % an Wert, im 2. Jahr 15 bis 20 % und im 3. Jahr 10 bis 15 %. Drei Jahre nach dem Kauf ist Dein Auto gerade noch einmal im Schnitt 45 bis 50 % vom Neupreis wert. Je teurer also der Erwerb Deines Autos ist, desto mehr Geld vernichtest Du.

Mein Tipp:

  • Kaufe grundsätzlich ein Auto, statt es zu leasen oder zu finanzieren. Setze Dir als Ziel, erst dann ein neues Fahrzeug zu kaufen, wenn Du das Geld besitzt, und das Kapital dafür auf­gebaut hast. Auch Leasing ist letztendlich nichts anderes, als eine Verschuldung und bringt hohe Zins- und Zinseszinseffekte mit sich. Was glaubst Du, womit die erfolgreichen Automobilhersteller das meiste Geld verdienen? Mit ihrer hauseigenen Bank, mit der sie das Leasing und die Finanzierung ihrer Modelle durchführen. Oftmals bringt diese Sparte dem Automobilhersteller mehr Geld ein, als der Verkauf sei­ner Autos …
  • Kaufe doch einfach ein gutes, gebrauchtes Auto – bei einem Jahreswagen hat Dein Vorbesitzer ca. 25 bis 30 % Deines Autos bereits für Dich bezahlt!

Wenn Du daran interessiert bist, Deine finanzielle Freiheit zur erreichen, dann melde Dich zum 2-Tages-Intensiv-Seminar „Power-Days“ mit Mike Dierssen und mir an.

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