Jürgen Höllers Erfolgs-Blog

24
Sep

Vom Sinn unserer Ziele

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Von Viktor Emil Frankl stammt das Zitat:

„Es ist nicht schlimm ein Ziel nicht zu erreichen.
Viel schlimmer ist es, kein Ziel zu haben.“

Viktor E. Frankl wurde als Jude, zusammen mit seiner Frau und seinen Eltern, 1942 ins KZ deportiert. Frankl überlebte als Einziger und wurde 1945 in Dachau befreit.

Seine Eindrücke und Erfahrungen verarbeitete er in dem Buch: „… trotzdem Ja zum Leben sagen.“ Frankl überlebte den Holocaust nur deshalb, weil er Trost und Hoffnung im Vorgriff auf die Zukunft fand (= Ziele). Und so überlebte Frankl die Hölle und wurde der Begründer der so genannten „Dritten Wiener Schule der Psychotherapie“ (die erste Schule begründete Sigmund Freud, die zweite Alfred Adler).

Frankl stellte stets die Sinnfrage ins Zentrum seiner Arbeiten. Hier ein Ausschnitt aus einem Vortrag Frankls über seine Zeit in den KZs: „Da stellte ich mir vor, ich stünde an einem Rednerpult, in einem großen, schönen, warmen und hellen Vortragssaal.“ Frankl überlebte nicht nur, sondern gab, mit Hilfe der von ihm begründeten Logotherapie, unzähligen Menschen wieder Hoffnung, Motivation und Sinn in ihrem Leben.

Was für einen Sinn hast Du für Dein Leben? Mit wie viel Sinn, also Bedeutung, sind Deine drei wichtigsten Ziele verbunden? Je größer der Sinn eines Zieles ist, desto höher liegt später auch der Gewinn! Gewinn kommt von Sinn!

Auf dem Weg zum Erreichen Deiner Ziele, wirst Du feststellen, dass es immer wieder andere Menschen gibt, die Dir einreden wollen, Du schaffst das nicht. Und Du wirst möglicherweise auch so manchen Rückschlag erleben, bei dem Du die Frage stellst, ob es tatsächlich möglich ist, Dein Ziel wirklich zu erreichen. Doch Nelson Mandela gab uns einen guten Anstoß, als er sagte, dass „Es“ so lange unmöglich erscheint, bis es versucht wird.

Und Albert Einstein, als Physiker und Naturwissenschaftler, sagte:

„Träume sind besser als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“

Vielleicht hast Du Dir schon einmal bewusst gemacht, dass, wenn Du selber keine Ziele besitzt, Du automatisch für die Ziele der anderen arbeitest? Dies bedeutet nun nicht, dass Du als Einzelgänger durchs Leben gehen musst, denn Du kannst durchaus Dein eigenes Ziel verfolgen und dabei anderen Menschen bei der Erreichung ihrer Ziele behilflich sein (zum Beispiel Deinen Partnern, Deinen Mitarbeitern, Deinen Kunden, etc.). Wer aber überhaupt keine Ziele hat, arbeitet automatisch immer für die Ziele der Anderen.

In meinen Rhetorikseminaren ist auch das Thema „Charisma“ auf der Tagesordnung. Denn ein erfolgreicher Redner hat stets eine besondere Ausstrahlung, die seine Zuhörer mitreißt, begeistert und ins Handeln bringt. Charisma wird im Lexikon übersetzt mit „göttliche Gnadengabe“.

Wenn diese Definition stimmen würde, dann hätte der eine Mensch Charisma zum Zeitpunkt seiner Geburt und der andere eben nicht.

Ich glaube nicht daran, im Gegenteil, ich glaube etwas ganz anderes: Ich glaube, dass jeder Mensch im Laufe seines Lebens Charisma entwickeln kann, seine Ausstrahlung steigern und eine positive Aura entstehen lassen kann.

Ich erinnere mich einmal einen Ausschnitt aus dem „aktuellen Sportstudio“ gesehen zu haben.

Franz Beckenbauer war zu Gast. Gerade einmal 20 Jahre alt, gekleidet mit einem schwarzen Anzug, weißem Hemd und mit schwarzer, dünner Krawatte, wie es seinerzeit modern war.

Der Moderator bemerkte, dass Beckenbauer ein wenig schüchtern war und bot ihm eine wunderbare Steilvorlage mit einer Frage, die Beckenbauer lediglich mit einem: „Ja“ beantwortete.

Der Moderator schaute etwas irritiert, baute das Gespräch wieder auf und gab wieder eine Steilvorlage mit einer Frage an Beckenbauer, die er wieder entweder mit „ja“ oder „nein“ (genau weiß ich es nicht mehr…) beantwortete. So plätscherte das Gespräch, noch einige Augenblicke dahin – ehe der Moderator Beckenbauer dann gar nicht mehr direkt ansprach, sondern den Manager, der dabei war.

Warum ich diese Geschichte von Franz Beckenbauer erzähle? Nun, es gab damals noch keine Spur von seinem Charisma, seiner Ausstrahlung, die später alle mitriss. Ob er nun als Kapitän die deutsche Fußballnationalmannschaft zur Weltmeisterschaft 1974 führte, ob als Trainer zum WM-Triumph 1990 oder schließlich die Welt davon überzeugte, die Fußballweltmeisterschaft 2006 an Deutschland zu übergeben. Er entwickelte sein Charisma erst im Laufe der Zeit.

Und wenn wir einmal in der christlichen Kirche nachsehen, dann stellen wir fest, dass immer demjenigen Charisma (von Gott) verliehen wurde, der ein besonderes Werk vollbringen sollte.

Und genau das glaube ich auch: Der Mensch entwickelt Charisma, indem er einer wichtigen Aufgabe, einem Werk, etwas nachgeht, das mit großem Sinn verbunden ist.

Heute sind meine Rhetorikseminare teilweise eineinhalb Jahre im Voraus ausgebucht, weil viele meiner Kunden der Meinung sind, das Reden und Auftreten von mir lernen zu können (die international erscheinende Zeitschrift „GQ = Gentlemen´s Quarterly“, wählte mich einmal zu einem der „25 besten Redner unserer Zeit“).

Doch im Februar 2011 sah ich einmal alte Videoaufnahmen von mir, die Ende der 80er oder Anfang der 90er aufgenommen wurden – und fand mich furchtbar steif, wenig begeisternd und gefiel mir selber überhaupt nicht. Doch über 2.000 Seminartage und 1,3 Millionen Seminarbesucher später, glaube ich schon, die Menschen auch mit meiner Ausstrahlung mitreißen zu können…

Eine Fokussierung auf unsere Ziele sorgt dafür, dass wir die vor uns liegende Zukunft kreieren, sie gestalten, sie erschaffen.

Unsere Erwartungshaltung erschafft unsere Zukunft.

Wenn wir dagegen ohne Ziele durchs Leben gehen, dann sind wir ständig damit beschäftigt, zu reagieren und sind immer weniger in der Lage zu agieren, also die Zukunft so zu erschaffen, wie wir sie uns vorstellen.

Und so möchte ich Dir, zum Ende dieses Beitrags, noch mit einem Zitat von mir einen Tipp geben:

„Höre auf nach-zu-denken,
und beginne mehr vor-zu-denken.“

Mit dem Thema „Ziele“ beschäftigen wir uns auch im 2-Tages-Seminar „Power-Days“

Klicke hier für mehr Erfolg und Motivation.

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Gast Montag, 19. August 2019