Jürgen Höllers Erfolgs-Blog

03
Sep

Zauberhafte Handschrift

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Im Vietnam-Krieg wurden die gefangen genommenen US-Soldaten oft unter unmenschlichen und unerträglichen Bedingungen gehalten. Sie wurden in feuchte Löcher gesteckt, mangelhaft ernährt und regelmäßig gefoltert.

Eines Tages boten die Vietnamesen den gefangenen US-Soldaten an, sie in wesentlich bessere Bedingungen zu verlegen, wenn sie bereit sind, täglich zehnmal circa 1 ½ Seiten eines bestimmten Textes abzuschreiben. Dieser Text war natürlich anti-amerikanisch und pro-vietnamesisch.

Einige US-Soldaten weigerten sich, viele andere nahmen das Angebot dankbar an, denn sie waren sich sicher, dass ein solches Abschreiben eines vorgegebenen Textes niemals ihre Einstellung verändern würde.

Einige Zeit später, als der Krieg zu Ende war und die Gefangenen gegenseitig ausgetauscht wurden, stellte man fest, dass 80 % der US-Soldaten, die bei diesem vietnamesischen Experiment mitmachten, nach ihrer Freilassung der Meinung waren, die USA sei im Unrecht und hätte den Vietnam-Krieg nie führen dürfen.

Diese Geschichte erzähle ich seit vielen Jahren, um die Macht des handschriftlichen Aufschreibens zu verdeutlichen. Eine meiner Empfehlungen, die ich Dir hiermit weitergeben möchte, lautet:

Schreibe Dir täglich, vor Arbeitsbeginn, Deine drei wichtigsten Ziele nochmals in Kurzform auf (acht bis zehn Wörter).

Einer meiner Seminarteilnehmer und heutigen Freunde, Kurt Eckerstorfer aus Österreich, erzählt zu diesem Tipp folgende interessante Geschichte:

Er war selbstständiger Ingenieur und eines Tages, aufgrund falscher Investitionsentscheidungen, pleite. Die Schande übermannte ihn und er entschloss sich zum Selbstmord. Er hatte bereits das Datum festgelegt und auch genau den Weg, wie er aus dem Leben scheiden wollte. Er hatte eine bestimmte Fahrstrecke ausfindig gemacht, bei der er dann den steilen Abhang hinunterfahren wollte, um sich umzubringen.

Seine Ehefrau ahnte, dass etwas mit ihm nicht stimmte, gab ihm zunächst einmal mein Buch „Alles ist möglich“ zu lesen (das er jedoch nicht las…) und meldete sich schließlich mit ihm für mein Seminar „Power-Days“ in St-Wolfgang am Wolfgangsee an.

Ironischerweise war der Power-Day genau der Tag, den er sich für seinen Selbstmord ausgesucht hatte. So musste er seinen Selbstmordtermin um eine Woche verschieben. Im Seminar jedoch geschah ein Wunder: Ich traf mit bestimmten Aussagen genau in sein Herz und er entschloss sich weiterzuleben. Aber nicht nur weiterzuleben, sondern er war wieder motiviert und fasste sich drei Ziele.

Eines seiner Ziele war es beispielsweise einen Marathon auf der chinesischen Mauer zu laufen. Ein weiterer Tipp, den er vom Seminar mit nach Hause nahm war, das tägliche Aufschreiben seiner wichtigsten Ziele in Kurzform. Es verging kein Tag mehr in seinem Leben, an dem er nicht jeden Morgen als erste Amtshandlung seine drei Ziele schriftlich notierte. Immer und immer wieder (gemäß dem Prinzip des Kieselsteins, den man in den See wirft…).

Er kaufte sich ein paar Laufschuhe und begann zu laufen. Zu Beginn war er nach zehn Minuten bereits fix und fertig und alle Energie war verbraucht. Im Laufe der Zeit lief er immer weiter und weiter.

Zwei Jahre nach diesen denkwürdigen Power-Days am Wolfgangsee erfuhr er schließlich, dass auf der chinesischen Mauer ein Marathonlauf stattfinden sollte. Er bewarb sich und wurde als Teilnehmer ausgewählt.

Lies einmal selber, was Kurt über diesen Wettkampf sagte:

„Am 20.03.1999 anlässlich eines Seminars mit Jürgen Höller am Wolfgangsee, hatte ich die Vision, die gesamte Chinesische Mauer, normalerweise in einer Länge von 7.000 km, zu durchlaufen. Die Durchführung dieser Vision beschäftigte und begeisterte mich von Tag zu Tag mehr.

Diese Gedanken waren anfangs derart absurd, da ich erst einige Tage nach dem Seminar Power-Days zu Laufen begonnen hatte, dass ich an eine Realisierung selbst nicht glaubte. Doch dieser verrückte Gedanke ließ mich nicht mehr los. Ich schrieb mir jeden Tag morgens meine drei wichtigsten Ziele auf und immer mehr verfestigte sich in mir der Gedanke und schließlich der Glaube „es“ schaffen zu können. Nach jedem kleinen Wettkampf, den ich absolvierte wuchs das Verlangen die Chinesische Mauer zu durchlaufen. Ich trainierte intensiv, so dass ich bereits im ersten Laufjahr drei Marathonläufe und einen 100-km-Lauf erfolgreich absolvieren konnte.

Eines Tages wies mich ein Laufkamerad auf einen Wettkampf auf der Chinesischen Mauer hin. Ich habe mir sofort Unterlagen zuschicken lassen und mich umgehend angemeldet. Obwohl ich drei Monate lang nicht wusste, ob ich an diesem Wettkampf teilnehmen konnte (beschränkte Teilnehmerzahl und Behördengenehmigung), begann ich für diesen weltweit einzigartigen, außergewöhnlichen Lauf zu hochmotiviert zu trainieren. Und jeden Tag schrieb ich mir meine Ziele auf und jeden Tag stellte ich mir in Gedanken vor, wie ich sie erreichte.

Mein Trainingsprogramm beinhaltete, außer den normalen Laufeinheiten, auch bis zu 16.000 Stufen pro Tag, mehrmals die Woche.“

Dann war es soweit: Am 29. August 2001 waren, auf einer Länge von mehr als 43 Kilometer, über 20.000 Stufen und 1.800 Höhenmeter, bei einer Temperatur von 33°C, zu bewältigen. Schließlich gewann den Wettbewerb, mit einem Vorsprung von 8 Minuten (!!) – Kurt Eckerstorfer!

Aber Kurt hat noch eine große Vision: Er will die gesamte Mauer (7.000 km) durchlaufen – und zwar in 80 Tagen!

Eigentlich vollkommen unmöglich, denn das würde bedeuten, dass er täglich mehr als 2 Marathonläufe, 80 Tage nacheinander, schaffen müsste, unter großer Hitze, tiefem Wüstensand, Millionen von Stufen, Naturgewalten, nicht enden wollende Streckenlängen sowie körperliche und psychische Tiefpunkte, die zu überwinden sind, usw.

Doch ich weiß, dass mein (ehemaliger) Schüler und Freund Kurt dies schaffen kann.

Das einzige Problem wird seine (knappe) Zeit sein, denn mittlerweile hält er ebenfalls erfolgreich Vorträge, Seminare und Coachings.

Und einer seiner wichtigsten Ratschläge lautet: Schreibe Dir täglich Deine drei wichtigsten Ziele auf.

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